Schreibwettbewerb

Als ich an diesem Morgen aus dem Bett kroch war meine Laune noch schlechter als sonst beim Aufstehen. Heute war der 14. Februar: Valentinstag
Kaum war mir das klar geworden stieg ich zurück ins Bett. Ich würde einfach liegen bleiben und mich tot stellen bis dieser furchtbare Tag vorbei war.
Doch da hatte ich die Rechnung natürlich ohne Blaise gemacht. Blaise Zabini, mein bester Freund, hatte kein Erbarmen und lies mich sogar am Valentinstag nicht in Ruhe in meinem Bett bleiben. Er schwang 3 mal seinen Zauberstab und schon lag ich nicht mehr im Bett sondern stand angezogen neben ihm.
In solchen Momenten war auf einmal absolut klar warum er, zusammen mit Hermine Granger, Klassenbester war. Dieser Junge war einfach ein Genie was Zauberei anging, während Granger durch ihren Ehrgeiz gut war.
Und da die beiden tatsächlichen Klassenbeste waren hatten sie sich in diesem Schuljahr zusammen getan und paukten gemeinsam für die UZE. Das war der Horror. Ich war auf Blaise angewiesen, denn besonders überdurchschnittlich war ich nie gewesen, in keinem Fach. Aber wenn ich mit Blaise lernen wollte dann musste ich wohl oder übel auch mit Granger lernen. Und das hieß, das ich auch mit Potter lernen musste.
Und so verrückt das klingt: Das tat ich. Wir lernten regelmässig zu viert und ich musste zugeben das es etwas brachte. Granger konnte sehr gut erklären und Potter dachte sich für alles ein Beispiel aus an dem man sich die Dinge merken konnte.
Doch seit kurzem lernten Blaise und Granger nicht mehr nur zusammen. Beim Essen saßen sie nebeneinander, an den Abenden trafen sie sich. Und meistens zerrten sie mich und Potter mit.
Ich verbrachte inzwischen fast meine gesamte Freizeit mit den beiden und alles in mir sträubte sich dagegen. Ich war ein Malfoy, ich konnte doch nicht andauernd mit denen rumhängen! Doch Blaise bekam seinen Willen, wie in allem anderen auch.

Doch heute würde ich mich wehren. Freizeit mit Granger und Potter verbringen, meinentwegen, aber den Valentinstag: Ganz sicher nicht!
Wortlos ging ich zurück ins Bett und zog mir die Decke über den Kopf. Einen Moment später stand ich wieder neben Blaise. Wütend sah ich ihn an „Lass mich in meinem Bett bleiben“ knurrte ich. „Nein“ sagte Blaise locker und zog mich mit sich. Soviel zum Thema wehren...

In der großen Halle zog mich Blaise in Richtung Gryffindortisch. Auch das noch. Heute waren wir dran bei denen zu sitzen.
Mit verkniffenen Gesicht lies ich mich neben Blaise fallen und griff mir die Teekanne. Um diesen Tag zu überstehen würde ich Tee trinken müssen. Viel Tee.
Fröhlich sagte Granger zu uns „Guten Morgen, gut geschlafen?“ Ich reagierte gar nicht. Auch Potter reagierte nicht auf Blaise Gegenfrage an die beiden. Er sah genauso demotiviert aus wie ich.
Als ich grade von meinem zweiten Brötchen abbeißen wollte erschienen die Posteulen. Ich stöhnte auf. Mindestens 20 flogen in unsere Richtung uns mir war klar das noch sehr viel mehr folgen würden. In meiner gesamten Hogwartszeit hatte ich immer hunderte Karten am Valentinstag bekommen. Doch schon die erste der Eulen kam gar nicht zu mir. Sie flog zu Potter.
Stimmt, das hatte ich ja völlig vergessen... Ich war an diesem Tisch nicht der einzige der absolut umschwärmt war. Meine Laune sank um einige weitere Grade.
Wir beide waren ewig damit beschäfftigt einer Eule nach der anderen den Brief abzunehmen. Als der Eulenstrom (vorerst) versiegt war hatte ich eine Idee „Ey Potter. Wetten du hast nicht so viele Karten bekommen wie ich?“ grinste ich ihn frech an. Der sprang sofort darauf an. „Ach ja Malfoy, das wollen wir doch mal überprüfen“ Eine geschlagene halbe Stunde verbrachten wir beide damit unsere Karten zu zählen. Und dann stand es fest: „Das kann nicht sein! Du kannst nicht genau so viele Karten haben wie ich!“ jaulte Harr... ich meine Potter.
„Oh doch“ grinste ich Slytherin-like.
Doch als plötzlich etwas in meine, nicht angerührte, Müslischale fiel verschwand es wieder. „Man das wollte ich noch essen!“ mekerte ich los. Blaise neben mir zog das Ding aus der Schale. Es war über und über in Milch getränkt und mit Cornflakes gepudert. „Hey“ meinte Granger leise zu Potter. „Ist das nicht Errol“ Sie zog die Stirn in Falten und Potter griff nach dem Ding, das tatsächlich eine Eule war.
„Er hat einen Briefe“ stellte Potter fest. Er zog einen roten Umschlag aus den Krallen der, anscheinend toten, Eule. „Scheiße“ murmelte Hermi...Granger „Ein Liebesheuler“ Düster nickte Harr...Potter. „Für dich“ Wir alle starrten den Briefumschlag an, der nun jeden Moment losging. Zum weggehen war es zu spät.
„Liebste Hermine“ säuselte der Brief los. Die Stimme war unverkennbar die des Wiesels.
„Zum Valentinstag wünsche ich dir nur das Beste. Ich habe dir verziehen das du immer mit diesem ekeligen Slytherin rumhängst, du darfst dich jetzt also wieder bei mir melden. Lieb dich, Ron“
Ich schüttelte verblüfft den Kopf. Das war der bescheuertste Brief den ich je gehört hatte. Auch Hermine sah das anscheinend so, äh ich meine Granger, denn sie hatte eine heftige Zornesröte im Gesicht. Auch Harry sah nicht gerade begeistert von dem Brief aus. „Der kann mich mal“ fauchte Hermine. Blaise war der einzige der nicht sauer war. „ihr habt euch wegen mir getrennt?“ fragte er verwirrt. Hermine nickte „Ron wollte mir verbieten mit dir was zu machen. Da hab ich mit ihm Schluss gemacht“ Wortlos stand Blaise auf und zog Hermine mit sich nach draußen. Ich sah verblüfft hinterher. „Na endlich“ seufzte Harry. „was endlich?“ fragte ich verwirrt. „Mensch Dra... Malfoy hast du es immer noch nicht begriffen?! Die beiden sind schon ewig ineinander verliebt. Ich hab mir schon sonstwelche Pläne gemacht wie ich es heute schaffe die beiden zusammen zu bringen. Ich mein Valentinstag ist doch die perfekte Gelegenheit“ Mein Kinn machte durch diese Erklärung Bekanntschaft mit der Tischplatte. „Hermine und Blaise sind ineinander verliebt?“ stotterte ich. Meine Güte. Mein bester Freund war verliebt und ich bekam es nicht mal mit.
Ich konnte auch nicht böse auf ihn sein weil sie Muggelstämmig war. Sie war die perfekte Partnerin für ihn, das konnte ich nicht bestreiten.
Harry grinste. „Ich solchen Dinge bist du immer noch ein wenig schwer von Begriff, was Drac.... Malfoy?“ Ich grinste zurück und dann, ohne nachzudenken hielt ich ihm meine Hand über den Tisch entgegen. „Hallo Harry, schön dich kennenzulernen. Ich bin Draco“ sagte ich grinsend. Harry sah mich verblüfft an. „Du bietest mir deinen Vornamen an? Heißt das du bist endlich bereit dich mit mir anzufreunden?“ „Ja bin ich. Valentinstag ist nicht nur Tag der Liebe. Auch der Freundschaft. Wann anderes hätte ich es machen sollen?“ grinste ich weiter. „Und wenn du die Hand nicht bald nimmst glaub ich noch das du mich meine Freundschaft nun schon zum zweiten Mal ausschlagen möchtest“ Harry tat kurz so als müsste er überlegen, dann grinste auch er und schüttelte meine Hand kräftig. „Auf die Freundschaft!“ „Und den Valentinstag“ lachte Ich.

von Emilie Jasmin aus Gunnlag

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Hogwarts am Valentinstag

Es war früh am Morgen aber man roch es schon durch den ganzen Mädchenschlafsaal von Ravenclaw.
Ein Duft nach Rosen und Schokolade. Natürlich denn heute war Valentinstag. Sabrina stand schon ganz früh auf und zog sich an. Sie wollte auf keinen Fall zu spät zum alljährlichen Valentinstagsgeschenke auspacken kommen. Man konnte sein Geschenk dort abgeben und am Valentinstag würde der Partner es bekommen. Sogar Sabrina hatte heimlich ein kleines Schokoladenherz für Malte abgegeben. Jetzt wollte sie natürlich sein Gesicht sehen wenn er sein Geschenk bekam. Das spornte Sabrina an um sich noch schneller fertig zu machen. Und als der Rest des Schlafsaales aufwachte stand Sabrina schon in den Startlöchern.
"Was denn so früh schon wach Sab?"fragte ihre beste Freundin Ina verschlafen.
"Ach ich konnte nicht mehr schlafen..."antwortete ihr Sabrina hastig.Ina reichte diese wortkarge Antwort und sie erhob sich achselzuckend vom Bett. Sabrinas trippelte hinter ihr her und reichte ihr das T- Shirt dann die Hose und zum Schluss ein paar rote Socken.
"Gehts dir nicht gut?"fragte Ina besorgt.
"Doch doch!"versicherte ihr Sabrina. Ina schüttelte den Kopf zog sich aber weiter an. Nach unheimlich langen zehn Minuten traten die beiden endlich auf die Wendeltreppe zum Gemeinschaftsraum. Er war nicht halb so voll wie sie geglaubt hatten.
"Was sind die alle beim Fest in der großen Halle?So wichtig ist das doch wohl nicht!"grummelte Ina.
Sabrina tanzte immer noch neben ihr her und machte sie ganz wirr."Könntest du bitte aufhören? Das macht mich irre!"schimpfte Ina sie an. Aber Sabrina tanzte weiter. Die Treppe runter bis zur großen Halle. Kurz vorher hörte sie auf und blieb starr stehen.
"Was ist denn kommst du?Eben warst du doch so unhaltsam und jetzt Stillstand?"wieder schüttelte
Ina den Kopf. Aber Sabrina rührte sich nicht.
Sie starrte nur auf den gut aussehenden Jungen der neben der Tür zur großen Halle stand. Er hatte heute eine wuschelige Frisur fast als hätte er extra in eine Steckdose gefasst, seine braunen Augen passten perfekt zu dem schwarzen Schal den er trug. Er hatte ein traumhaftes, verführerisches Lächeln aufgesetzt. Sabrina konnte den Blick kaum von Malte lassen.
Und dann gingen die Türen der großen Halle auf und ein unglaublicher Duft von Rosenblättern und Lavendel strömte heraus.
Malte ging geradeaus zum Tisch der Gryffindors während sich Ina und Sabrina nach links zum Tisch der Ravenclaws setzten.
"Hallo alle zusammen und einen frohen Valtentinstag!"begrüßte sie der ganz in rosa gekleidete Professor Dumbledore.
Alle waren still denn sie wussten was jetzt kommt. Würden sie etwas bekommen? Unruhiges rascheln ging durch die Bänke und es wurde viel getuschelt.
Dann ging die Tür auf und ein dutzend Hauselfen betraten die große Halle. Jeder von ihnen trug mindestens zwei Geschenke.
Sie blieben in vier langen Reihen vor der Tür stehen. Ein Elf hatte eine lange Liste in der Hand auf dem die Namen derer standen die das Glück hatten ein Geschenk bekommen zu können. Der Elf räusperte sich und begann mit lauter aber kratziger Stimme vorzulesen:" Aawoo, Lina!" Ein Mädchen vom Hufflepufftisch erhob sich und ging mit zitternden Knien zu dem Elf um ihr Geschenk,
ein rosa eingebundenes Herz, in Empfang zu nehmen.
So ging es weiter bis: " Ce`rovlin, Malte!"
Sabrinas Herz raste. Sie war nicht die einzige die Malte etwas schenkte. Der Elf stand mit zwei Geschenken, Sabrina erkannte ihr großes rotes, in der Hand da und wartete auf Malte der sich gerade vom Gryffindortisch wegschlich.
Man sah ihm an das er erstaunt war. Als er seine Geschenke in die Hand nahm blickte er verwirrt.
Aber Sabrina fragte sich nur eins: Wer hatte ihm das andere geschenkt?Hoffentlich war sie nicht allzu hübsch denn dann hatte Sabrina keine Chance.
"Diggory, Cedric!" wurde aufgerufen und mit zwei Säcken Geschenken beladen.
Und ganz am Schluss:" Zacharia, Sabrina!"
Sabrina schreckte auf als ihr Name gerufen wurde. Sofort war ihr klar das sie einen heimlichen Verehrer hatte. Nur wer?
Sie ging nach vorne und nahm ihr Geschenk, ein kleines Rosa Herzchen mit der Aufschrift "Du bist mein Leben".
Immer noch nicht ganz bei sich schlenderte sie zurück zu ihrem Sitzplatz. Ina hatte ein riesengroßes Grinsen im Gesicht.
"Du hast Malte was geschenkt! Gibs zu! Und er hat dir was geschenkt! Ich wusste es!" strahlte sie.
"Ich ähm... schon aber... Malte?" stammelte Sabrina.
"Wer sonst?"Ina konnte gar nicht mehr aufhören zu reden. Sie hatte zwar kein Geschenk bekommen war aber eitel genug um zu sagen das "ihr Verehrer keine Zeit hatte etwas zu kaufen".
Sabrina hörte bei ihrem Gerede kaum noch zu. Sie war in Gedanken bei Malte der auch verloren in seinem Essen rumstocherte.
Doch dann... ein blond gelocktes Mädchen das ganz nah bei Malte saß beugte sich zu ihm herüber und flüsterte ihm etwas ins Ohr. Sofort hörte er auf zu stochern und sah sie mit einem großen Lächeln auf den Lippen an.
Er sagt etwas zu ihr was Sabrina aber nicht hören konnte. Und dann beugte sich das Mädchen zu Malte herüber und gab ihm einen Kuss auf die Wange. Malte ließ sich das ohne alles gefallen. Am liebsten wäre Sabrina auf sie gestürzt und hätte ihr den Hals umgedreht , wenn Ina sie nicht zurück gehalten hätte.
"Sab... es tut mir wirklich... Leid... ehrlich... komm lass uns gehen wir... müssen zum Unterricht..." log Ina für sie.
Das war gelogen denn sie mussten erst in einer halben Stunde im Kerker zum Zaubertränke brauen anwesend sein.
"Hmmm..." machte Sabrina bevor sie sich umdrehte und aus der Halle hinausrannte.Sie lief aus dem
Schlossportal, nach draußen und direkt auf den verbotenen Wald zu.
Sie würde schon irgendetwas anderes finden das sie ablenkte. Wenigstens etwas!
Sie flehte zum Himmel das Ina ihr nicht folgte... aber Sabrina wusste das es zwecklos ist.
Sie lief immer weiter in den Wald hinein, bis sie an einen dunklen Platz kam. Jetzt ist es tief genug, dachte sie im Stillen.
Sie lehnte sich gegen einen der Baumstämme und fing hemmungslos an zu weinen. Sie schluchzte so laut das sie die Schritte die kamen nicht hören konnte. Aber dann hörte sie das Knacken eines Zweiges und hörte für einen kurzen Moment auf.
Leise Tränen liefen ihr die Wangen hinunter. Als sie sich aufrichtete stand vor ihr... durch den Schleier aus Tränen konnte sie nicht richtig erkennen wer es war aber Ina war es nicht.
"Beruhige dich Sabrina. Ich bin es Cedric... Diggory..." hörte sie eine ruhige Stimme sagen.
"Komm die anderen warten auf dich und Ina macht sich Sorgen..."er streckte ihr die Hand hin. Sie griff zu.
Er führte sie aus de Wald hinaus. Sabrinas Tränenschleier verschwand allmählich und sie konnte wieder richtig sehen. Als erstes sah sie das Cedric keinen Hogwartsumhang trug sondern einen Rollkragenpullover.Sein Griff war fest aber doch sanft. Er führte sie zu den Bänken die im Hinterhof standen, dort wartete auch schon Ina.
"Sabbi! Ich dachte du wärst von den Zentauren aufgefressen worden oder sonst was... " Ina kam angerannt und umarmte sie. Cedric machte für die schnelle Umarmung Platz.
"Wenn Cedric nicht gewesen wär... dann säße ich da jetzt immer noch..."stammelte Sabrina.
"Ach nicht der Rede wert..."murmelte Cedric.
"Lasst uns zum Unterricht gehen... wir haben jetzt Zaubertränke und Snape wartet nicht..."begann Ina
und wollte Sabrina mit sich ziehen. Doch Cedris hielt sie fest.
"Ich würde gerne noch mal mit Sabrina reden... unter vier Augen."sagte er.
"Okay ... ich warte dann da..." meinte Ina mit einem vielsagenden Blick auf Cedric. Er schüttelte den Kopf und wies ihr an zu gehen.
"Was willst du?" fragte Sabrina als Ina weg war.
"Dir sagen das ich dich liebe!"antwortete Cedric.
Sabrina war sprachlos. Ausgerechnet sie? Wieso? Was hatte sie was andere nicht hatten?"
Dann war das Herz von dir?" fragte Sabrina verwirrt.
"Ja."gestand er.
"Und jetzt lass und dich bei Zaubertränke abgeben... Snape wartet wirklich nicht... was hälst du eigentlich von einem Dat am nächsten Hogsmeade Wochenende?"fragte er während er neben ihr her ging auf dem Weg zum Zaubertränke Unterricht.
"Das mit dem Date hört sich gut an... einverstanden."antwortete sie bevor sie im Klassenraum verschwand und
er sie zum Abschied noch einmal umarmte.
"Bis dann..."hauchte er ihr zu und verschwand.
"Bis dann..." entgegnete sie.

von Kymenentra aus Torben

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Valentinstag in Hogwarts

Neville Longbottom wachte sehr früh auf und wusste einen Augenblick nicht, warum er sofort ein ungutes Gefühl hatte. Dann fiel es ihm wieder ein: Valentinstag! Stöhnend zog er sich die Bettdecke über die Ohren und wünschte sich sonstwohin. Er hatte sich gestern zu keinem Entschluss durchringen können. Sollte er Hannah Abbott einen Valentinsgruß schicken oder nicht? Eigentlich wünschte er sich nichts mehr, als ihr seine Zuneigung zu gestehen. Schon in der 1. Klasse hatte er sich in Hannah verliebt. Sie hatten in Kräuterkunde zusammengearbeitet und sich auf Anhieb verstanden. Er fand sie unglaublich süß. Sie sah so strahlend aus und war immer fröhlich. Wenn er mit ihr zusammen war, fühlte er sich richtig wohl. Er hätte gerne mal über ihre blonden Haare gestreichelt... Oh, das führte doch zu nichts! Wenn er nicht bald aus dem Quark kam, würde Hannah nie erfahren, dass er sie mochte und womöglich etwas mit dieser Dumpfbacke Zacharias Smith anfangen, der sowieso schon die ganze Zeit um sie herumscharwenzelte. Neville setzte sich energisch auf und zog sich an. Leise schlich er mit sich mit seinem Schreibzeug hinunter in den Gemeinschaftsraum. Mal sehen... Rosa Pergament kam schon mal nicht infrage, Valentinstag hin oder her. Hannah hasste Rosa, das hatte sie ihm mal gesagt. Also lieber Gelb, das war auch ihre Hausfarbe. So, und jetzt einen Kranz mit Rosen zeichnen, rote natürlich! Seit Schuljahresanfang nahm Neville Zeichenstunden bei Dean, der mit seinen Fortschritten sehr zufrieden war. Darum gelangen ihm die Rosen auch ganz gut. Zufrieden lehnte er sich zurück. So weit, so gut! Aber jetzt kam das Schwierigste: der Text! Liebe Hannah, alles Gute zum Valentinstag wünscht dir dein Neville! Bah, das war viel zu unpersönlich! Da könnte er genausogut an den Kleiderständer schreiben! Liebe Hannah, schon immer wollte ich dir sagen, dass ich dich sehr gern habe... Hm, das war schon besser... Und jetzt noch das Gedicht, das er in dieser alten Muggel-Gedichtsammlung gefunden hatte: Du bist mein und ich bin dein,
des sollst du gewiss sein.
Du bist verschlossen in meinem Herzen.
Verloren ging das Schlüsselein.
Nun musst du immer drinnen sein.
Neville hielt inne. Das Gedicht war toll! Angeblich war es über 900 Jahre alt! Da sollte noch einer sagen, dass Muggel nichts drauf hätten! Eifrig schrieb Neville weiter: Ich wünsche mir sehr, dass wir uns besser kennenlernen. Hast du vielleicht Lust, mit mir einen Ausflug nach Hogsmeade zu machen? .... Das war auch gut, fand er. Und jetzt noch einen Gruß! Neville malte ein Herz und schrieb -liche daneben....Hannah verstand bestimmt, dass das "Herzliche" heißen sollte.... Grüße von Neville. Fertig! Zufrieden betrachtete Neville sein Werk. Jetzt aber schnell! Er wollte unbedingt, dass Hannah seinen Gruß vor dem Frühstück bekam. Er sauste die Stufen hinunter und kletterte durch das Portraitloch. Während er zur Eulerei rüberrannte, kamen ihm schon wieder Zweifel. Sollte er den Brief wirklich abschicken? Er war so in Gedanken versunken, dass er die kleine Gestalt, die sich schnell hinter einem Busch versteckte, einem Sperlingskauz und vertraute ihm die Nachricht an. "Das bringst du zu Hannah Abbott aus Hufflepuff!" sagte er eindringlich. "Und zwar sofort!" Der kleine Kauz schwirrte davon und Neville machte sich auf den Rückweg. Wieder im Gemeinschaftsraum angekommen, wurde er sofort - von einer Eule begrüßt, die aufgeregt um seinen Kopf flog. Was konnte das denn sein? Eine Nachricht von seiner Oma? Er nahm den Brief entgegen und eine Sekunde setzte sein Herz aus. Der Brief war zwar rot, aber es war eindeutig kein Heuler, sondern...! Neville öffnete ihn zaghaft und las: Lieber Neville, ich wollte dir schon lange sagen, dass ich dich furchtbar gern habe.
Du bist mein und ich bin dein,
des sollst du gewiss sein.
Du bist verschlossen in meinem Herzen.
Verloren ging das Schlüsselein.
Nun musst du immer drinnen sein.
Wollen wir nicht mal etwas zusammen unternehmen?
Ganz liebe Grüße von deiner Hannah.

von acm1961 aus Aslaug